Die „Junge Freiheit“: eine jungkonservative Wochenzeitung zwischen Rechtsextremismus und staatstragendem Konservatismus“

Vortrag mit Helmut Kellershohn (Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung)
30. Januar, 19 Uhr, Universität Konstanz, Raum A 702

Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) zählt zu den wichtigsten Publikationsorganen der „Neuen Rechten“. Sie deckt ein breites Spektrum konservativer, aber auch antidemokratischer, völkisch-nationalistischer, zuweilen elitärer und antiemanzipatorischer Positionen ab und übernimmt seit Jahren eine Scharnierfunktion zwischen demokratischem Konservatismus und Rechtsextremismus.

Hier veröffentlichen keine Kader neonazistischer Parteien, sondern Rechtsanwälte, Uniprofessoren und andere „Leistungsträger“, die scheinbar aus der Mitte der Gesellschaft stammen.

Viele der rechtskonservativen bis extrem rechte Positionen, die in dieser Zeitung vertreten werden, erschliessen sich erst nach einer genauen Lektüre. Etliche Autoren, die sich in der „Jungen Freiheit“ gemässigt geben, argumentieren an anderer Stelle unverhohlen rechtsextrem. Dieses Mimikry wird von vielen Autorinnen und Autoren der Zeitung praktiziert. Hierüber versucht die JF, antidemokratische Positionen in den politischen Mainstream einfliessen zu lassen und diese Positionen gesellschaftsfähig zu machen.

Auch ein Konstanzer Privatdozent zählt zum festen Autorenstamm der „Jungen Freiheit“. Wir nehmen dies zum Anlass, diese Zeitung, ihre Strategien und Hintergründe kritisch zu hinterfragen.

Der Vortrag von Helmut Kellershohn (Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung) klärt anhand einer diskursanalytischen Lesart über Hintergründe und Strategien der „Jungen Freiheit“ auf.

Helmut Kellershohn ist Sozialwissenschaftler und arbeitet seit Jahren zu den Themen Völkischer Nationalismus, Konservatismus und Extreme Rechte. Er ist Mitherausgeber des Buches „Nation statt Demokratie. Sein und Design der ‚Jungen Freiheit’“ und Herausgeber des Buches „Das Plagiat. Der völkische Nationalismus der Jungen Freiheit“, sowie Autor zahlreicher weiterer Veröffentlichungen zu den Themen völkischer Nationalismus, Konservatismus und Rechtsextremismus.

Eine Veranstaltung der Alternativen Hochschulgruppe und des Antifaschistischen Freundeskreis mit Unterstützung des AStAs und der Fachschaft Soziologie der Universität Konstanz, der Neuen Arbeit e.V., der Solid Konstanz und des Rosa-Luxemburg Forum Baden-Württemberg.

Hinweis: Rechtsextreme AktivistInnen sind ausdrücklich nicht eingeladen. Es wird ggf. vom Hausrecht Gebrauch gemacht.





Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: